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Eichenprozessionsspinner

 

 

Raupen-Dermatitis und Allergien durch den Eichenprozessionsspinner

Giftige Raupenhaare

Die Raupenhaare des Eichenprozessionsspinners stellen eine akute gesundheitliche Gefährdung für Menschen dar. Ab dem dritten Larvenstadium wachsen den Raupen sehr feine Brennhaare, die leicht brechen und bei günstiger Witterung durch Luftströmungen über weite Strecken getragen werden. Da die alten Larvenhäute nach der Häutung in den "Nestern bleiben", besitzen diese ebenfalls eine hohe Konzentration an Brennhaaren.

Dauer der Gefährdung

Die akute Gefahr ist während der Raupenfraßzeit des Schädlings am größten. Alte Gespinstnester des Eichenprozessionsspinners, ob am Baum haftend oder am Boden liegend, stellen eine anhaltende Gefahrenquelle dar. Da die Raupenhaare eine lange Haltbarkeit besitzen, reichern sie sich über mehrere Jahre in der Umgebung, besonders im Unterholz und im Bodenbewuchs, an. Sie halten sich auch an den Kleidern und Schuhen und lösen bei Berührungen stets neue allergische Reaktionen aus.

Symptome einer Raupen-Dermatitis durch den Eichenprozessionsspinner

Die allergische Reaktion des Immunsystems kann individuell sehr unterschiedlich ausfallen. Bei betroffenen Personen steigt die Empfindlichkeit und Reaktionsintensität mit der Anzahl der Einzelkontakte von Eichenprozessionsspinner-Brennhaaren stetig an. Zu den Symptomen gehören lokale Hautausschläge (Raupendermatitis), die sich in punktuellen Hautrötungen, leichten Schwellungen, starkem Juckreiz und Brennen äußern. Häufig bilden sich Quaddeln am ganzen Körper. Reizungen an Mundund Nasenschleimhaut durch Einatmen der Haare können zu Bronchitis, schmerzhaftem Husten und Asthma führen. Begleitend treten Allgemeinsymptome wie Schwindel, Fieber, Müdigkeit und Bindehautentzündung auf. In Einzelfällen neigen überempfindliche Personen zu allergischen Schockreaktionen.

Die Brennhaare der Eichenprozessionsspinner-Raupen haben Widerhaken, sind hohl und enthalten als Brennsubstanz das lösliche Eiweiß Thaumetopoein. Ihre Reizwirkung an Hautstellen und an den Schleimhäuten ist mechanisch, da sie in die Haut eindringen. Zudem wirkt das freigesetzte giftige Protein biochemisch. Besonders betroffen sind dünne Hautpartien im Gesicht, am Hals und an der Innenseite der Ellenbogen.

 

 

Vorbeugende Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner

Wir bieten unseren Kunden zur vorbeugenden Bekämpfung ein über Jahre bewährtes Spritzverfahren, um die Populationsentwicklung der Eichenprozessionsspinner im Stadium vor Ausbildung der giftigen Brennhaare zu stoppen. Es ist erwiesen, dass eine effiziente Eichenprozessionsspinner-Behandlung bereits mit geeigneten Vorbeugemaßnahmen beginnt. Durch Einsatz spezieller Präparate, sog. Populationshemmer, wird die Eichenprozessionsspinner-Entwicklung so stark eingeschränkt, dass Bekämpfungsaktionen später nur noch punktuell nötig werden. 

Das Spritzverfahren zielt ab auf die ersten drei Entwicklungsstadien der Eichenprozessionsspinner im Frühjahr, meist Ende April bis Mitte Mai, in der die Larven noch keine flugfähigen Gifthaare entwickelt haben. Bei der Behandlung kommen hoch wirksame Präparate zum Einsatz, die ausschließlich gegen den Eichenprozessionsspinner, jedoch nicht gegen Mensch, Haus-, Wirbel- oder Nutztiere wie z.B. Bienen wirken.

 

Vorteile des Spritzverfahrens

  • Intelligente und kostengünstige Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner-Population bereits vor Eintreten möglicher Gesundheitsschäden.
  • Deutlicher Populationsrückgang der Eichenprozessionsspinner in den Folgejahren.
  • Sanfte Behandlung – wirkungsvoll gegen den Eichenprozessionsspinner, keine Schädigung von Mensch, Nutztier und der Natur.
  • Anwendung innerhalb aller denkbaren Einsatzumgebungen möglich.
  • Erfüllung kommunaler Sorgfaltspflichten gegenüber Bürgern und Presse.
  • Auf Wunsch aktive Bürgerinformation (Pressearbeit, Infoblätter, Broschüren etc.) zum Eichenprozessionsspinner.
  • Faire und transparente Preiskalkulation, budgetierbare Kosten.

 

Akute Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner

 

Das Absaugverfahren

Das Absaugverfahren ist das Mittel der Wahl, wenn es um eine sensible, rückstandsfreie und kostengünstige Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner geht. Dabei werden die Gespinstnester inkl. Raupen, Gitfthaaren und Häutungsreste durch ein Gemisch spezieller Pflanzenöle gebunden bzw. verklebt. Danach erfolgt die sachkundige Entfernung durch spezielle Hochleistungssauggeräte. Wenn alle organischen Substanzen des Eichenprozessionsspinners restlos vom Eichenbaum entfernt wurden, wird das biogefährliche Material in einer Sonderverbrennungsanlage fachgerecht entsorgt. 

 

Vorteile des Absaugverfahrens für Eichenprozessionsspinner:

  • Notfallbereitschaft: Schnelle und unkomplizierte Abwicklung in Akutsituationen (Kindergärten, Schulen, Feibäder, Friedhöfe etc.).Durch das Binden und Absaugen der Gifthaare der Eichenprozessionsspinner wird eine räumliche Verdriftung und damit Gefährdung verhindert.
  • Wirksam: Sämtliche organische Substanzen der Eichenprozessionsspinner werden restlos und rückstandsfrei entfernt.
  • Ökologisch: Keine Schädigung der Baumsubstanz durch die Behandlung.
  • Kompetent: Erfahrene Rentokil Expertenteams mit optimaler technischer Ausstattung (Apparaturen, Präparate, Schutzkleidung etc.). Sowie Vermittlung von Steigergeräten, Hubarbeitsbühnen sowie Unterstützung bei der Einholung von Ausnahme- und/ oder Stellgenehmigungen, Baustellenabsicherungen etc.
  • Informativ: Auf Wunsch aktive Bürgerinformation durch qualifizierte Aufklärungsmaterialien, wie Broschüren, Merkblätter etc. zum Eichenprozessionsspinner, Präparaten und geeigneten Bekämpfungsmethoden.
  • Wirtschaftlich: Faire und transparente Preiskalkulation, budgetierbare Kosten.

 

 

 

Vorsichtsmaßnahmen

  • Grundsätzlich die Befallsareale meiden
  • Raupen und Gespinste nicht berühren
  • Sofortiger Kleiderwechsel und Duschbad mit Haarreinigung nach Kontakt mit Raupenhaaren
  • Empfindliche Hautbereiche (z. B. Nacken, Hals, Unterarme) schützen, bei Bekämpfungsmaßnahmen Chemievollschutzanzug und Atemschutz tragen
  • Auf Holzernte- oder Pflegemaßnahmen verzichten, solange Raupennester des Eichenprozessionsspinners erkennbar sind
  • Bekämpfung wegen gesundheitlicher Belastung und spezieller Arbeitstechnik nur von Fachleuten durchführen lassen